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Pressemeldungen zu Ausstellungen im Februar 2011:
Nordkurier vom 23.02.2011:
Ausstellung im Medienhaus eröffnet NEUBRANDENBURG (OT). Sie helfen gern – Toni Rakowski und Philipp Plötz aus Demmin. Die 13- und 14-jährigen Schüler engagieren sich im Demminer Verein „Junge Europäer“, der sich für ein sorgenfreieres Leben von Kindern in Osteuropa und Deutschland stark macht. Die beiden Jungs sortieren und packen unter anderem Kisten für Hilfstransporte. Toni, der seit Anfang dieses Schuljahres dabei ist, fährt sogar am20. März nach Litauen. Dort unterstützt er zusammen mit Philipp die Renovierung des Waisenhauses in Vilnius. „Außerdem besuchen wir Schulen und sehen uns die Stadt an“, sagt Philipp. Auf der Eröffnung der Ausstellung„Winterimpressionen“ empfing Toni als Maskottchen „Leonardo“ die polnischen Gäste. Unter ihnen auch vier Kinder aus einem Heim in Szczecin. Im Servicepunkt des Nordkurier-Medienhauses bestaunten sie die 25 Bilder, die von Kindern aus Polen, Litauen und Deutschland gemalt wurden. In solchen Zeichenwettbewerben sieht Vereinspräsident Siegfried Logall die Chance, den Kindern unterschiedliche Lebensweisen der Länder nahe zu bringen. Seit 1995 organisiert Siegfried Logall nun schon humanitäre Hilfstransporte ins Baltikum und nach Osteuropa. An den Beginn kann er sich noch genau erinnern: „Ein Video von holländischen Journalisten über Kaliningrad führte mich in die Region“, so Logall. Nachdem er das Elend dort mit eigenen Augen gesehen hatte, entschied er sich, zu helfen. Seitdem verließen 89 Hilfstransporte Deutschland.„Die strahlenden Kinderaugen“ seien das schönste an der Arbeit. Die wird er spätestens Ende nächster Woche wieder sehen, denn dann ist ein kurzfristiger Hilfstransport nach Szczecin geplant. Für diesen fehlen dem Verein aber noch 2000 Euro. „Außerdem werden dringend grundlegende Utensilien wie Windeln und Betteinlagen für Erwachsene und Kinder benötigt“, sagte Logall. Der Verein sei einfach auf vielseitige Hilfen angewiesen. Genau deshalb engagieren sich Toni, Philipp und knapp 500 Kinder aus Mecklenburg-Vorpommern für die „Jungen Europäer“. Die „Winterimpressionen“ sind bis 4. März, montags bis freitags, 9 bis17 Uhr im Medienhaus am Friedrich-Engels-Ring 29 zu sehen.
Kreisanzeiger vom 10.02.2011: Ausstellungseröffnung in der Kreisverwaltung am 1. Februar 2011 „Gegen das Vergessen – für eine friedliche Zukunft“, so der Titel der Ausstellung von Schülerinnen und Schüler der Demminer Pestalozzi-Schule, die zurzeit in den Räumen der Kreisverwaltung Demmin in der Adolf-Pompe-Straße zu sehen ist. Es ist eine Zusammenstellung von Bild- und Textmaterial aus einer Exkursion, die 15 Schülerinnen und Schüler der Demminer Schule und 15 Schülerinnen und Schüler der Partnerschule aus Szczecin im November vergangenen Jahres nach Hamburg unternahmen. Im Rahmen des Geschichtsunterrichts unter Leitung der Lehrerin Jutta Voß und mit Unterstützung des Landes MV hatten sich die Jugendlichen auf die Erkundung internationaler Kriegsgräberstätten gemacht. Zuvor befassten sich die Demminer Schülerinnen und Schüler mit dem Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge e.V. und der Thematik der Pflege von Kriegsgräberstätten. Dabei erfuhren sie unter anderem, dass es auch heute immer noch Bergungen gibt und die Kriegsgräberpflege ein wesentlicher Schwerpunkt der Arbeit ist. Im Rahmen der Exkursion nach Hamburg hatten die polnischen und deutschen Jugendlichen den Friedhof in Ohlsdorf besucht, haben sich mit dem Einfluss des Nationalsozialismus auf Hamburger Sportvereine befasst und in Hamburg Bergedorf die KZ-Gedenkstätte Neuengamme angesehen. „Für die Schüler war es eine andere Art des Geschichtsunterrichts. Sie haben sich ganz emotional mit den Geschehnissen befasst. Die Gedenkstätten haben betroffen gemacht und so haben wir versucht, über die Gefühle zu verstehen und zu lernen“, stellt Jutta Voß die Erlebnisse für die Jugendlichen dar. „Die Jugendlichen haben an authentischen Gedenkstätten über die Vergangenheit nachgedacht. Diese Orte sind glaubwürdig und erzeugen Betroffenheit. Sie helfen bei der Erziehung zur Offenheit und Toleranz. Sie sind ein greifbare Zugang zur Geschichte“, sagte Jutta Voß. Landrat Siegfried Konieczny, wendete sich bei der Eröffnung an die Jugendlichen und dankte ihnen für ihre engagierte Themenumsetzung im Rahmen des Projektes. Gerade für junge Leute ist es besonders wichtig, sich mit dem unfassbaren Geschehen in der Zeit der NS-Diktatur auseinander zu setzen. Angesichts der Gefahren, die sich aus eine Belebung des Geistes ergeben, der für 50 Millionen Tote verantwortlich ist, ist das Engagement der Schülerinnen und Schüler besonders hoch zu bewerten, so der Landrat. Demmins Bürgermeister Ernst Wellmer, ebenfalls Gast der Ausstellungseröffnung, pflichtete ihm bei und verwies auf aktuelle Absichten in der rechtsextremen Szene, in der Kreis- und Hansestadt die tragische Ereignisse der letzten Kriegstage für ihre Zwecke zu missbrauchen. Beide Kommunalpolitiker bestärkten die Schülerinnen und Schülern der Projektgruppe, weiter aktiv Geschichte zu erforschen und sie anderen zugänglich zu machen. Die Ausstellung wird noch bis zum 28. Februar 2011 in den Räumen der Kreisverwaltung zu sehen sein.
Europäischer Frühling - Fahrt nach Litauen (20.3. - 27.3.2011)Schüler aus Demmin und
dem polnischen Szczecin machten sich gemeinsam mit ihren Betreuern auf den Weg
nach Litauen. Dort trafen die 16 Mädchen und Jungen auf litauische Schüler, mit
denen sie an dem internationalen Projekt "Europäischer Frühling 2011"
teilnahmen, um behinderte Kinder einer Spezialschule in Vilnius
beim Frühjahrsputz zu unterstützen.
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Weltkindertag - 20.9.2011 (Bericht aus dem Nordkurier/Demminer Zeitung vom 21.9.2011)
Demmin.
Wer ein wichtiges Ziel vor Augen hat, der lässt sich auch durch kleinere
Unwägbarkeiten nicht von seinem Weg abbringen. So geschehen bei den gestrigen
Feierlichkeiten zum Weltkindertag in der Friesenhalle. Zwar waren die Gäste aus
den polnischen Städten Szczecin und Koszalin auf ihrem Weg in die Hansestadt von
einer Vollsperrung der A 11 aufgehalten worden, ihre Teilnahme wollten sie sich
aber nicht nehmen lassen. Sie trafen mit einer halben Stunde Verspätung in der
Halle ein, Bürgermeister Ernst Wellmer (CDU) hatte die Feier bereits eröffnet,
es wuselte an allen Ecken.
Da wollte sich die Tanzgruppe "Top Toys" aus Koszalin nicht lang bitten lassen.
Nur wenige Minuten nach Ankunft hatte sie die Strapazen der Busfahrt aus den
Gelenken geschüttelt und startete ihre Show. Was folgte dürfte nicht nur den
wartenden Bürgermeister versöhnlich gestimmt haben.
Zu trommelnden Beats und lässigem Hip Hop warfen die Akteure Arme und Beine
durch die Luft und begeisterten so ihr junges Publikum.
Dem einen oder anderen Nachwuchstänzer dürfte bei den körperverdrehenden
Einlagen schlicht die Spucke weggeblieben sein. Zum Abschluss der Show gab es
tosenden Applaus und auch der eine oder andere Autogrammwunsch wurde erfüllt.
Das übrige, durchaus umfangreiche Programm geriet angesichts dieses Highlights
fast zum Hintergrundgeschehen. Neben einer langen Malstraße versuchten sich die
Kinder an einem Europaquiz, es konnte ein Glücksrad gedreht werden und beim
"Kartoffellauf" das eigene Geschick trainiert werden. Außerhalb der Halle fand
ein "Fußball-Länderspiel" zwischen einer Demminer Auswahl und einer Mannschaft
aus Szczecin statt. Nach 45 Minuten Spielzeit lautete der Endstand 3:1 für die
Demminer Auswahl.
Im Vordergrund der Veranstaltung stand auch in diesem Jahr der Dialog zwischen
deutschen und polnischen Kindern. Ernst Wellmer sprach dann auch zutreffend von
einem wichtigen Stück des europäischen Integrationsprozesses, den Gehalt seiner
Rede dürften aber nur die wenigsten seiner jungen Zuhörer verstanden haben. Sie
machten es sich einfacher und feierten den Tag gemeinsam, ganz im Sinne der
europäischen Integration und ohne überhaupt darüber nachzudenken.
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Staunen und Bewunderung riefen bei ihrem jungen Publikum in
Demmin die Tänzerinnen und Tänzer der "Top Toys" aus dem polnischen Koszalin hervor. Die Gruppe war zu Gast bei den Feierlichkeiten zum Weltkindertag in der Friesenhalle. Das junge Publikum zeigte sich begeistert und sparte nicht mit Beifall für die Gäste aus dem Nachbarland. (Fotos und Bericht: Robert Kiesel) |